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Bambus richtig giessen – so klappt es garantiert

Der Bambus gehört schon lange nicht mehr zu den exotischen Pflanzen, die nur vereinzelt in ein paar Gärten zu sehen sind. Immer mehr Pflanzenfreunde entscheiden sich bewusst dafür, die Pflanzen mit besonderem Flair in den Aussenbereich zu integrieren. Falls auch Sie mit dem Gedanken spielen, die Süssgräser in Ihrem Garten zu kultivieren, dürfen Sie sich auf eine atemberaubende Atmosphäre freuen. Mit der richtigen Pflege bleibt der Anblick Ihnen dauerhaft erhalten. Obwohl die Pflanzen als recht pflegeleicht gelten, gilt es einige Punkte innerhalb der Pflege dennoch zu beachten. Vor allem das richtige Vorgehen beim Giessen ist oftmals entscheidend, ob die Pflanzengesundheit dauerhaft auf einem guten Level bleibt.
Der Bambus ist ursprünglich in Regionen beheimatet, in denen sehr regenreiche Phasen normal sind. Daran können Sie bereits ableiten, wie wichtig für die Pflanzen eine ordnungsgemässe und regelmässige Versorgung mit Wasser ist. Diese Grundregel gilt sowohl für Beet- als auch Kübel-Bambusse. Falls Sie mit Bambuspflanzen wenig Erfahrung haben, ist es empfehlenswert, sich im Vorfeld genug Zeit zu nehmen. Sowohl beim Giessen von Beet- als auch von Kübel-Bambussen, gilt es bestimmte Besonderheiten im Hinterkopf zu bewahren. Darüber hinaus ist es auch wichtig, dass Sie mit der Zeit Ihre Augen schulen. So können Sie erste Anzeichen eines Wassermangels direkt erkennen und unmittelbar danach aktiv werden.

Wassermangel beim Bambus erkennen und richtigen Giesszeitpunkt bestimmen

Sie sollten sich bei Bambuspflanzen immer vor Augen führen, dass eine Wasserversorgung im Winter genauso wichtig ist, wie im Sommer. Nach Ende des Winters gehen viele Pflanzenfreunde davon aus, dass aufgetretene Pflanzenschäden ausschliesslich durch Frost zustande gekommen sind. Grösstenteils entstehen diese allerdings durch eine zu hohe Trockenheit während der Winterzeit. Halten Sie daher das gesamte Jahr über die Augen auf und versuchen Sie Zeichen einer Trockenheit zu erkennen. Greifen Sie im Hochsommer bestenfalls frühmorgens oder gegen Abend zur Giesskanne. Im Winter dürfen die Pflanzen wiederum nur an frostfreien Tagen gegossen werden, um Wurzelschäden zu vermeiden. Gehen Sie während des Winters, falls möglich, zusätzlich auf Nummer sicher und werden Sie nur an Tagen aktiv, an denen zusätzlich auch die Sonne scheint.
Zu den eindeutigsten Anzeichen eines Wassermangels zählen beim Bambus eingerollte Blätter. Leider können Sie sich auf dieses Signal jedoch nicht bei jeder Bambusart verlassen, sodass von Ihnen zusätzlich auch ein guter Rundumblick abverlangt wird. Sie werden allerdings schnell merken, dass Sie Ihre Pflanzen im Laufe der Zeit besser kennenlernen und ein Gespür für kleinere Anzeichen entwickeln werden. So sind unter anderem auch schlaff herunterhängende Blätter ein Hinweis, dass Sie regelmässiger zur Giesskanne greifen sollten. Es ist darüber hinaus empfehlenswert die Blattspitzen genauer im Fokus zu behalten. Eine bräunliche Verfärbung kann ebenfalls auf einen Wassermangel hindeuten. Durch das frühzeitige Erkennen der Signale können Sie unumkehrbare Schäden an Ihrem Bambus rechtzeitig verhindern.

Bambus im Kübel und Beet ordnungsgemäss bewässern

Wie in dem Abschnitt vorab bereits erwähnt, ist es wichtig, beim Bewässern des Bambus im Beet, sein Giessverhalten an die jeweilige Jahreszeit anzupassen. Während im Sommer ein Giessen am Morgen und Abend ratsam ist, da sollte im Winter ausschliesslich an frostfreien Tagen gegossen werden. Etwas anspruchsvoller gestaltet sich die Situation, wenn man die Pflanze in einem Kübel kultiviert hat. Ein Bambus im Kübel benötigt im direkten Vergleich mit einem im Beet hochgezogenen Exemplar um ein Vielfaches mehr Wasser. Die Wurzeln heizen sich bei Sonneneinwirkung schneller auf und das Erdvolumen im Topf ist geringer. Durch diese Ausgangslage kann das Wasser nicht so lange in der Erde verweilen. Prüfen Sie daher mehrmals täglich, ob die Erde zu trocken ist. Im Hochsommer kann es durchaus sein, dass Sie bis zu zweimal täglich giessen müssen.
Pflanzkübel mit Wasserreservoir kommen bei Bambuspflanzen nicht in Frage, da sie sehr empfindlich auf Staunässe reagieren. Auf Grund der hohen Staunässeempfindlichkeit sollten Sie daher während des Giessens auch darauf achtgeben, es mit der Wassergabe nicht zu gut zu meinen. Mehr ist nicht immer mehr. Bekommen die Bambuspflanzen zu viel Wasser ab und die Wasseransammlung kann nicht schnell genug absickern, kommt es auch hier zwangsläufig zur Staunässe. Die Pflanzen reagieren in der Regel sehr zügig auf eine zu intensive und zu lang andauernde Konfrontation mit Wasser an den Wurzeln. Fallen Ihnen ausserhalb des Herbstes ungewöhnlich viele gelbe Blätter auf, so kann dies auf Staunässe-Schäden hindeuten. Zu hohe Wassermengen tragen ebenfalls dazu bei, dass wichtige Nährstoffe in der Erde weggespült werden.

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